Wer an Digitalisierung denkt, denkt schnell an eine App, ein Dashboard oder eine hübsche Visualisierung. Das sichtbare Ergebnis ist aber oft nur der letzte Schritt. Damit aus Daten tatsächlich sinnvolle Informationen werden, braucht es weit mehr: zuverlässige Datenquellen, funktionierende Schnittstellen und eine Verbindung zwischen IT, Automatisierung und Data Science.
Die Daten sind oft schon da
In vielen Unternehmen entstehen bereits große Mengen an Daten – in Maschinen, Anlagen, Steuerungen oder bestehenden IT-Systemen. Die erste Frage lautet deshalb nicht immer: Wie erfassen wir mehr Daten? Sondern vielmehr: Wie können wir das nutzen, was bereits vorhanden ist? Und dort, wo Informationen fehlen, können zusätzliche Sensoren helfen. Doch auch das ist nicht immer so einfach, wie es klingt. Manchmal gibt es für einen konkreten Anwendungsfall schlicht keinen Sensor von der Stange: vorhandene Lösungen sind zu teuer, unnötig präzise, nicht mit bestehenden Systemen kompatibel oder nicht robust genug für eine raue industrielle Umgebung. Genau hier beginnt unsere Innovationsarbeit.
Vom Problem zum funktionierenden Prototyp
In unserem Production Studio entwickeln wir bei Bedarf eigene Hardwarelösungen – mit 3D-Druck, Fräse oder Laserschneidgerät. So können Ideen schnell umgesetzt und direkt vor Ort ausprobiert werden. Statt lange an einer theoretisch perfekten Lösung zu arbeiten, kann so früh ein Minimum Viable Product entstehen: eine Lösung, die im realen Einsatz zeigt, ob der gewählte Ansatz funktioniert und welchen Mehrwert er tatsächlich bringt. Wir beraten bei der Auswahl geeigneter Sensoren, unterstützen bei deren Installation und schaffen die notwendigen Schnittstellen zu bestehenden Systemen. Dabei gilt für uns: Was beim Kunden bereits funktioniert, muss nicht ersetzt werden. Statt einen weiteren Monolithen daneben zu stellen, verbinden wir vorhandene und neue Systeme so flexibel wie möglich unter einem gemeinsamen Dach. Die Lösung soll sich an den Anwendungsfall anpassen – nicht der Anwendungsfall an die Software.
Und manchmal beginnt es einfach mit einer Glastür
Dass unser Production Studio mittlerweile auch von außen Neugier weckt, freut uns besonders. Eine offenbar doch recht werbewirksam beklebte Glastür in der Leobener Straußgasse war Anlass für die Kleine Zeitung, genauer nachzufragen, was sich eigentlich dahinter verbirgt. Entstanden ist daraus ein Einblick in unser Production Studio, unsere Arbeit und die Frage, wie wir Wissen und neue Technologien aus Forschung und Entwicklung in die industrielle Praxis bringen.

Schön, gesehen zu werden!
Am Bild: GF Michael Habacher, und Leitung Production Studio Philipp Peterseil
(C) KLZ / Verena Strobl
Aus Daten wird Wissen
Sensoren, Hardware und Schnittstellen schaffen die Grundlage. Das eigentliche „Gehirn“ der Lösung bilden Statistik und Mathematik. Mit Methoden der Data Science bringen wir Daten in Zusammenhang, erkennen Muster und machen daraus nutzbare Informationen. Das Ergebnis stellen wir unseren Partnern und den jeweiligen Entscheidern dort zur Verfügung, wo es gebraucht wird – zum Beispiel in Form von Berichten, Benachrichtigungen oder Visualisierungen. Denn Digitalisierung bedeutet für uns nicht, möglichst viele Daten zu sammeln.
Digitalisierung bedeutet, aus den richtigen Daten Wissen zu machen, das im Arbeitsalltag tatsächlich weiterhilft.


